Eines der großen Rätsel der Menschheit ist für mich, warum und wie wenig die einzelnen Bestandteile des Menschen miteinander klarkommen. Wenigstens ist das bei mir ab und an so.
Man nehme mal meinen Verstand. Ist eigentlich ein recht schlaues Kerlchen, ohne eingebildet zu sein (he he). Kann sich manchmal aber auch nicht so richtig durchsetzen.
Man nehme ein Beziehungsdrama aus grauer Vorzeit. Der Verstand teilt gerade den Emotionen mit, der Ex-Freund sei ein ganz mieses Arschloch, dem man nicht nachtrauern und von dem man sich ab sofort fernhalten muss. Die Emotionen hören aufmerksam zu wie junge Dackel, die auf einen Snack warten. Dann -zack!- sind sie weg und setzen sich bei besagtem Arschloch auf die Fußmatte. War ja doch auch schön, irgendwie, alles, oder? Da kann man ja noch ein Weilchen bleiben.
Manchmal verzieht sich der Verstand auch, wenn Emotionen und Hormone sich an den Händen fassen und um ihn herumtanzen wie kleine Pariser Straßendiebe, die einem ans Geldtäschchen wollen. Dann sagt er: "Boah, das ist mir hier zu trubelig, ich bin mal eben weg." Nicht sehr fair. Die lieben Kleinen sollten nicht unbeaufsichtigt rumlaufen, die stellen nur Blödsinn an. Hinterher muss man wieder Vorträge halten und keiner hört so richtig zu.
Bestimmt liegt darin ein tieferer Sinn verborgen, den das Universum, also manche sagen Gott, da hineingewoben hat. Verschließt sich mir in den meisten Stunden des Tages und der Nacht zwar völlig, aber vielleicht ist es auch sowas Schlichtes wie: "Ach komm, dann wird's wenigstens nicht langweilig." oder "Lerne, den Ausgleich zu finden". Na toll, Leute, ich muss auch Geld verdienen und essen und so, wofür soll ich denn noch alles Zeit haben?
Die meiste Zeit geht ja auch alles gut, dann sitzen Verstand und Emotionen zusammen im Kinosessel und basteln ironische Kommentare. Wie diesen hier. Meine Umgebung ist sehr lebensfreundlich mit Partner und guten Freunden, die die kleine, ausgelassene Meute an Gefühlen manchmal besser im Zaun halten können als der eigene Verstand, der derweil die jeweilige Situation genau erfasst hat, alles glasklar analysiert und sagt: "Hey Leute, ich durchschaue alles! Ihr seid ja manchmal ganz schön bescheuert!". Wenn die lieben Kleinen dann beleidigt heulend durch die Gegend rennen und sich gegenseitig die Köppe einhauen, will aber keiner so recht eingreifen. Da heißt es dann: Verstand, du bist an der Reihe. Lenk die mal ab. Setzt dich endlich mal durch!
Dienstag, 4. Juni 2013
Montag, 3. Juni 2013
Wenn Du das System erkennst, kannst Du es besiegen?
Das Menschen nicht gleich sind, habt Ihr bestimmt selbst schon gemerkt. Es gibt halt immer die hübscheren, besseren, erfolgreicheren Leute. Drauf geschissen. Für ne Ex-Brillenschlange, die sich als Kind mit unsichtbaren Wesen unterhalten hat, hab ich mich ganz gut geschlagen.
Es gibt auch Menschen, die sind besonders charmant. Die gibts als Kinder, das nennt man dann "Sonnenscheinchen", weil dann selbst tendenziell eher genervte Nichtmütter sagen: "Also, der ist ja mal goldig!".
Gibts auch als Erwachsene.Werden als "Sympath" bezeichnet. Kommen mit fast Jedem gleich gut klar, sind im Nu im Gespräch mit Fremden, funkeln dich mit ihren Augen an, als gäbe es nur dich im Universum. Und da sollte dann mal eine Stimme aus dem Off "Vorsicht!" sagen.
Per se wirkt das auch ungeschlechtlich. Männer werden in den Bann einer charmanten männlichen Person gezogen, einfach weil sie denken: "Waoh! Das ist ja mal ein Netter, und wir haben gleich so viel gemeinsam!". Frauen können da gerne mal ins Schleudern geraten, weil sie das Charmante mit dem berühmten Funken verwechseln, der zwischen Menschen überspringen kann. Herrje, dabei funkelt er alle so an! Nicht unbedingt berechnend, aber vollautomatisch.
Charme ist ja nix Böses, wenn er nicht ganz bewußt eingesetzt wird. Aber er macht es auch schwierig, den wahren Kern einer Person zu erkennen. Ist er jetzt besonders gut drauf oder ist der immer so? Warum fühlt es sich so vertraut an, wenn wir uns unterhalten? Kannste nicht sagen, ist unter einer Tonne Charme verborgen. Wenn dir die Vertrautheit dann fehlt, oder wenn du denkst, du bist was besonderes für diese Person, dann schüttel dich dreimal wie ein Bär nach dem Winterschlaf und schrei dich an: "HALLOOO!!! AUFWACHEN!!!".
Jetzt den Kontakt abzubrechen oder solche Personen total zu vermeiden, wäre blöd. Die sind super auf Parties und man kann sich ganze Nächte witzige Geschichten erzählen. Aber wenn du zu emotionalen Reaktionen und krassen Gemütszuständen neigst, vielleicht auch zu odinshühnchen-artigem Gedankenkreiseln, schlicht, wenn du zu viel fühlst und denkst, dann, ja dann...
...keine Ahnung. Hm. Hau ab. Zu spät? Bastel eine große, solide, verschnörkelte Holztür und versteck darin alle deine Gefühle und Gedanken. Wenn du besagte charmante Person siehst, dann beobachte alle Anderen, die sich um Sympath scharen, um "sein Freund zu sein". Und dann spiegel ihn. Sei einfach nett und plaudrig. Ihr werdet Gemeinsames finden, klar, dein Gegenüber ist Profi. Es gibt ja immer irgendeinen Schwank, der passt. Oder sei Zuschauer. Und das war es. Zynisch? Vielleicht. Kommt der Punkt, wo man Charme von Freundschaft unterscheiden kann? Da hab ich keinen Blassen. Nur so viel: Lass Dich nicht (ent-) täuschen. Ob das klappt?
Keine Ahnung.
Es gibt auch Menschen, die sind besonders charmant. Die gibts als Kinder, das nennt man dann "Sonnenscheinchen", weil dann selbst tendenziell eher genervte Nichtmütter sagen: "Also, der ist ja mal goldig!".
Gibts auch als Erwachsene.Werden als "Sympath" bezeichnet. Kommen mit fast Jedem gleich gut klar, sind im Nu im Gespräch mit Fremden, funkeln dich mit ihren Augen an, als gäbe es nur dich im Universum. Und da sollte dann mal eine Stimme aus dem Off "Vorsicht!" sagen.
Per se wirkt das auch ungeschlechtlich. Männer werden in den Bann einer charmanten männlichen Person gezogen, einfach weil sie denken: "Waoh! Das ist ja mal ein Netter, und wir haben gleich so viel gemeinsam!". Frauen können da gerne mal ins Schleudern geraten, weil sie das Charmante mit dem berühmten Funken verwechseln, der zwischen Menschen überspringen kann. Herrje, dabei funkelt er alle so an! Nicht unbedingt berechnend, aber vollautomatisch.
Charme ist ja nix Böses, wenn er nicht ganz bewußt eingesetzt wird. Aber er macht es auch schwierig, den wahren Kern einer Person zu erkennen. Ist er jetzt besonders gut drauf oder ist der immer so? Warum fühlt es sich so vertraut an, wenn wir uns unterhalten? Kannste nicht sagen, ist unter einer Tonne Charme verborgen. Wenn dir die Vertrautheit dann fehlt, oder wenn du denkst, du bist was besonderes für diese Person, dann schüttel dich dreimal wie ein Bär nach dem Winterschlaf und schrei dich an: "HALLOOO!!! AUFWACHEN!!!".
Jetzt den Kontakt abzubrechen oder solche Personen total zu vermeiden, wäre blöd. Die sind super auf Parties und man kann sich ganze Nächte witzige Geschichten erzählen. Aber wenn du zu emotionalen Reaktionen und krassen Gemütszuständen neigst, vielleicht auch zu odinshühnchen-artigem Gedankenkreiseln, schlicht, wenn du zu viel fühlst und denkst, dann, ja dann...
...keine Ahnung. Hm. Hau ab. Zu spät? Bastel eine große, solide, verschnörkelte Holztür und versteck darin alle deine Gefühle und Gedanken. Wenn du besagte charmante Person siehst, dann beobachte alle Anderen, die sich um Sympath scharen, um "sein Freund zu sein". Und dann spiegel ihn. Sei einfach nett und plaudrig. Ihr werdet Gemeinsames finden, klar, dein Gegenüber ist Profi. Es gibt ja immer irgendeinen Schwank, der passt. Oder sei Zuschauer. Und das war es. Zynisch? Vielleicht. Kommt der Punkt, wo man Charme von Freundschaft unterscheiden kann? Da hab ich keinen Blassen. Nur so viel: Lass Dich nicht (ent-) täuschen. Ob das klappt?
Keine Ahnung.
Abonnieren
Kommentare (Atom)